Mein Beitrag zum Ada Lovelace Day (am 24. März) ist ganz kurz. Er beruht auf einer persönlichen Erfahrung mit zwei Frauen in einer Extremsituation. Ich könnte ihn zwar mit zahlreichen Anekdoten auswalzen, aber ich möchte lieber die Quintessenz in eine knackige Gegenüberstellung packen.
Es handelt sich um zwei Frauen im gleichen Alter (50+) und im selben Berufsfeld:
- Die eine war Projektleiterin. Da sie an der Speerspitze einer Geisteswissenschaft voranschreitet, ist ihr der Einsatz technischer Mittel in fast allen Bereichen eines Projektes selbstverständlich (Finanzen, Inventur, Dokumentation, Vermessung); vielleicht nicht geliebt, meistens umständlich, aber doch in der Nützlichkeit geschätzt.
- Die andere konnte mit Computern nicht umgehen. Sie zerstörte durch Unkenntnis ein wichtiges Kommunikationsmittel, das uns beinahe von der Außenwelt abschnitt. Da sie sich seltsam ausdrückte, stiftete sie Verwirrung. Sie mochte keinen Verwaltungskram und fand Listen blöde, wollte aber dennoch über lebenswichtige Dinge, über die sie keinen Überblick hatte, Entscheidungen treffen. Als Sie merkte, dass sie nicht mithalten konnte, wurde sie zum Arschloch, obwohl sie immer ein offenes Ohr für Fragen gefunden hätte.
Was lernen wir daraus: Wissen und Technik bringen Dich in die Lage über Dinge zu entscheiden, und wenn du gut und verantwortungsvoll bist, kannst du die Welt damit ein bisschen besser machen. Außerdem wirst du besser bezahlt.
Du musst kein Arschloch werden.